Wie Glaubenssätze unser Leben bestimmen!

August 24, 2016

 

Glaubst du, dass du zu jedem Zeitpunkt frei entscheiden kannst? Dass in jedem Augenblick deines Lebens eine neutrale, objektive Beurteilung deiner Realität möglich ist? Das du frei nach Gusto interagieren kannst, wie es dir gerade beliebt?

Also ganz ehrlich? Wenn du das glaubst, bist du auf jeden Fall schon mal sehr nah bei dir selbst - denn was du zutiefst glaubst bestimmt deinen Alltag.

 

Dennoch sind wir alle geprägte Wesen. Eingestanzt durch den Stempel unserer Erfahrungen, von Erlebtem und Erlerntem - meistens in der Kindheit. Ein Kind ist wie ein offenes Gefäß. Es saugt alles auf und nimmt ungefragt an, was ihm seine nahen Bezugs- oder Pflegepersonen angedeihen lassen. Es spürt auf unbewusster Ebene die tiefe Liebe, die eine Mutter oder ein Vater für das Kind hegt, verbunden mit den täglichen Interaktionen die diese Liebe begleiten, diese jedoch selten 1 zu 1 ausdrücken. So entsteht das Drama: Das Kind beginnt zu glauben, dass sich "Liebe" genauso anfühlen muss - und sucht, so paradox wie das auch ist - Liebe in genau dieser Form. In der Kindheit bei den Eltern - im Erwachsenenalter bei Partnern, Kollegen/Chefs und Freunden in alltäglichen zwischenmenschlichen Kisten. Außerdem hat es zur Folge, dass wir irgendwann mit uns selbst so umgehen, wie es unsere Eltern mit uns getan haben. 

 

Eltern haben - nur weil sie erwachsen sind - nur ungenügend gelernt, mit negativen Emotionen konstruktiv umzugehen. In der Regel agieren sie selbst aus infantilen Mustern und dem Erfahrungsschatz Ihrer Kindheit. Trotzdem sind sie für Ihre Kinder das allergrößte und die wenigsten Kinder haben die seelische Reife und auch den Abstand zu ihren Eltern, um kritisch hinterfragen zu können, was Mama oder Papa da gerade mal wieder reitet. Das einzige was ein Kind will ist: Geliebt und angenommen zu werden und zwar genauso wie es ist! 

Kinder erfahren dies selten in der Form, wie dies wichtig für sie wäre. Deshalb entwickeln sie (unbewusst) eigene Strategien um sich zu schützen. Strategien, die das Kind dazu befähigen seelisch einigermaßen aus dem Dilemma auszusteigen und im besten Fall seine Kindheit weitestgehend unbeschadet zu überleben. 

Dazu gehören z.B. Verdrängung, Projektion, starke Anpassung, Rückzug und Süchte, Schönheits- Perfektions- und Statusstreben (die Sucht nach  Anerkennung) Vermeidungsverhalten, Rebellion- und Konfrontationseifer, Macht - und Kontrollstreben, Opfer-Täter-Spiele, das Spielen einer Rolle, (z.B. das immer brave, kluge, fleißige, flexible angepasste... Kind - oder das immer rebellierende, aufmüpfige, kontrollierende, widerspenstige, unartige, "böse"... Kind) 

 

Solange uns diese Prägungen nicht bewusst sind, haben sie wenig Chance auf Veränderung.

Tiefe Prägungen wirken wie ein Automatismus, dessen Wirkkraft unwillkürlich ein gewisses Reiz-Reaktion-Schemata abspult. Ehe wir uns versehen, sind wir mitten im Konflikt - auf den wir gereizt, ängstlich, genervt, ignorant, schlichtend, aggressiv, mit (türekallendem) Rückzug, rechthaberisch, bockend, beleidigt, schuldzuweisend, lügender-weise oder lächerlichmachend usw. reagieren. Wie auch immer - befinden wir uns selten im Erwachsenenmodus, der uns ein souveränes Handeln und adäquate Reaktionen ermöglichen würde.  Im Konflikt interagieren meistens die 3 bis 14jährigen in uns miteinander.

 

Dabei ist es so einfach die Brille durch die wir unsere Welt wahrnehmen auch einmal für einen Moment abzunehmen, die grauen mit bunten Gläsern auszutauschen, eine andere Sehstärke, eine Sonnenbrille oder auch mal Kontaktlinsen auszuprobieren. 

 

Dann erkennst du sehr schnell, wie bunt, hell und leicht Du das Leben da draußen plötzlich wahrnehmen kannst. 

 

Stelle Dir doch einmal folgende Fragen:

Wer, wo und wie wäre ich, wenn ich keine Angst hätte?

Was genau würde mich ausmachen, wenn ich genügend Mut hätte, um MEINEN Weg zu gehen?

Wie würde ich heute auftreten, wenn ich folgenden Satz niemals gehört hätte: "mit eigenem Satz ergänzen..."

Weshalb ist es mir so wichtig, dass...

Wozu betreibe ich den ganzen Aufwand?

Was benötige ich dringend? 

(was muss ich sehen, hören, spüren) um den Eindruck zu gewinnen:

...dass mein Umfeld mich akzeptiert und wertschätzt? 

...dass meine nahen Bezugspersonen mich lieben und annehmen?

...dass ich wichtig bin und genüge?

...dass ich auf Augenhöhe (weder unterlegen noch überlegen) mit meinem Umfeld interagiere? 

...dass ich meinen Weg gehen / meine Meinung sagen / mir Raum und Zeit nehmen darf?

...dass ich meine Bedürfnisse befrieden darf, ohne mich schlecht zu fühlen?

 

 

 

 

 

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© 2019 Ellen Madlener

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